Julius Ruska


Briefe aus Berlin



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18.12.1887 - Seite 4

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Julius an die Eltern



deshalb auch nicht weiter darüber reden.
 
Ich komme nun auf mein Weih-
nachtsfest zurück, um Euch zum Schluß mit etwas
zu überraschen. Ich werde dasselbe nicht hier in
Einsamkeit verleben, sondern bei Thimann, dessen
Wunsch folgend ich am 23. nach Zechin fahre bzw.
mit der Ostbahn bis nach Werbig u. von da zu Wagen;
die Gegend heißt „Oderbruch". Ich schreibe Euch viel-
leicht von dort aus, jedenfalls aber nocheinmal
vor Neujahr. Wenn ich das Geld vor meiner
Abreise noch haben könnte, wäre es mir aus ver-
schiedenen Gründen sehr angenehm. - Wenn Ihr
mir dann gegen Neujahr Antwort schreibt, möchte ich
auch gerne wissen, ob und was es Neues aus Straßburg
gibt, ferner Ottos Zeugnis (er kann mir selber schreiben),
Herr Kohl u. Frl. Hersbach ? Was baumännischer ? Wenn Ihr
gratuliert könnt Ihrs auch für mich, weil ich d. Adresse
nicht kenne.- Dühmigs sind sehr zu bedauern - dem
Jacob möchte ich noch zehne dazu wünschen; wann hört
denn das einmal auf? Ist er oder sie Hauptmissethäter?
-Thut auch wieder etwas Kampher in d. Schmetterlingskasten.
 
Mit dem Wunsche, daß Ihr ein recht fröhliches
Weihnachtsfest feiern möget, grüßt Euch vielmal
 
Euer Euch liebender
Julius.