Julius Ruska


Briefe aus Berlin



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21.10.1887 - Seite 2

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Julius an die Eltern



soll, kaum durchkommen, besonders bei Gegenstän-
den, die dem Verständnis u. Wissenskreis ferner
liegen, z. B. im ethnologischen Mus. (Völkerkunde)
u. Zeughaus, Anatom. Museen usw.-
 
Von den Denkmälern, die ich bis jetzt gesehen
habe, möchte ich ganz besonders zwei hervorheben:
das Goethedenkmal von Schaper, ganz aus schnee-
weißem Marmor, ein wundervolles Werk, u.
das Siegesdenkmal auf einem ungeheuern Platz
in der Höhe des Generalstabsgebäudes u. zukünfti-
gen Reichstags; der Schaft der Säule, auf welcher
eine Borussia (vergoldet) steht, ist mit drei Reihen
dänischer, öster. u. französischer Kanonen „ver-
ziert"; Ihr könnt Euch hiernach denken, wie groß
das Denkmal ist. - Die vielen Standbilder
an u. in der Nähe öffentlicher Gebäude, auf
Plätzen, in den Museen aufzuzählen ist nicht
möglich. Das Denkmal Friedrichs des Großen
(in der Nähe der Univ.) brauche ich wohl nur
zu erwähnen, desgl. das von Blücher, Wilh.
u. Alex. v. Humboldt, Schiller, Königin Luise usw.
 
Gebäude hervorragender Eigentümlichkeit
sind die Nationalgallerie; ein griechischer
Tempel, also gewaltige Treppen, ringsum Säulen,
flaches Dach, desgl. das alte Museum; ein
interessanter Bau ist das im Backsteinbau