Zweiundvierzigstes Kapitel.

Die letzten Jahre des Vaters.
Nach dem Heimgang der Mutter begann der Vater seine Lebenserinnerungen niederzuschreiben. Die Rückschau auf die Jahre des Glücks und der erfolgreichen Arbeit mag ihn über manche trübe Stunde hinweg getragen haben. Der Verkehr mit einigen Freunden, Besuche der alten Schwester oder anderer Verwandten konnte an der inneren Vereinsamung des alternden Mannes nichts mehr ändern.

Schon in den ersten beiden Bänden verwob er in die Darstellung der eigenen Erlebnisse Gedanken über Schul- und Kirchenfragen und Betrachtungen über die sozialen und politischen Probleme, die die Zeit bewegten. Nachdem er mit seinen Erinnerungen bis an die Gegenwart herangekommen war, füllte er noch weitere vier Bändchen mit Aufzeichnungen über die Ereignisse im Familienkreis, mit Berichten über Reisen, die er unternahm, mit Randglossen zur Zeitgeschichte und Auszügen aus Zeitungsberichten. Er verfolgte die Vorgänge der Innen- und Aussenpolitik unter der neuen Kaiserlichen Regierung mit leidenschaftlicher Anteilnahme, aber auch mit wachsender Erbitterung. Vor allem bot ihm die Überhebung und Anmassung der Junkerkaste, die damals keine Grenzen kannte, Anlass zu schärfster Kritik. Er sah die Not der Massen und verstand die Sozialdemokratie, ohne mit ihr im geringsten zu sympathisieren, als unvermeidliche Folge des Kastengeistes und der verfehlten Regierungsmethoden. Dass er die immer schärfer einsetzende Reaktion auf kirchlichem und schulpolitischem Gebiet unterteilte, brauche ich nicht besonders zu betonen.

Auf die Reiseberichte will ich etwas ausführlicher eingehen. Wie viele Wünsche hatten die Eltern doch zurückstellen müssen, weil alle Einkünfte für die Ausbildung der Kinder verbraucht wurden. Wie viel Gewinn hätte mein Vater, der die Landschaft mit Maleraugen sah, und der vaterländischen Geschichte so viel stolze Liebe entgegentrug, von jeder Reise in die deutschen Lande heimbringen können. Jetzt konnte er nichts besseres tun, als in der Befriedigung solcher alten Wünsche Erholung und Zerstreuung zu suchen. Als er sich im Sommer 1893 zum ersten Mal wieder zu einer grösseren Fahrt entschloss, war er 67 Jahre alt. Sein alter Freund Wissler war bereit, die Reise mitzumachen. Sie fuhren gemeinsam ins Oberland, wo jeder zunächst seinem Heimatort einen Besuch abstattete. Von Todtnau, Wisslers Geburtsort, wanderten sie dann gemeinsam über die Berge nach Bernau. Der Vater suchte die alten Freunde und Schüler auf, doch wie viele hatte der Tod schon hinweg gerafft! Es war ein wehmütiger Abschied, als die Freunde ihren Weg nach St. Blasien fortsetzten, um von da nach Waldshut zu fahren. Da der Omnibus besetzt war, mussten sie den Weg z.T. mit einem Bauernwagen, z.T. in beschwerlichem Fussmarsch zurücklegen und erreichten gerade noch den Zug, der sie das Wutachtal aufwärts nach dem Donaugebiet bringen sollte. Das malerische Donautal mit seinen grünen Wiesen und weissen Felswänden löste helle Begeisterung aus. Nach Besichtigung von Beuron und Sigmaringen fuhr man Hechingen zu, um dem stolzen Hohenzollern-Schloss einen Besuch abzustatten. Auch Tübingen wurde noch berührt und dann in rascher Fahrt das altvertraute Villingen erreicht.

Ende April 1894 fuhr der Vater mit Otto nach Lausanne, um ihn seinem neuen Lehrherren vorstellen und sich selbst genauer über die Verhältnisse zu unterrichten. Der Aufenthalt wurde zu Ausflügen um Lausanne, insbesondere auch zu einem Besuch von Genf, und ein Abstecher nach Thun wurde durch Nebel und Regenwetter schwer beeinträchtigt.

Im August unternahm der Vater mit Wissler wieder eine Ferienreise. Diesmal wurden Stuttgart und Heilbronn, das Taubertal bis Wertheim und schliesslich Würzburg besucht. Den Rückweg nahmen die Freunde über Mosbach, Eberbach und Heidelberg. Auch Mannheim und Speyer wurden noch besucht.

Für den Sommer 1895 war eine Reise mit Wissler nach Mailand und Genua geplant. Wissler hatte einen Sohn in Mailand, und die alten Herren rechneten damit, dass dieser die Führung in den beiden Städten übernehmen würde. Leider kam die Reise nicht zustande, und der Vater fuhr nun zum zweiten Mal nach Lausanne, um seinen Jüngsten zu besuchen. Den Rückweg nahm er jetzt über das Rhônetal und den Furkapass. Ich will die Schilderung dieses Teils der Reise hier einfügen, weil sie besser als meine eigenen Worte zeigt, wie mein Vater das reisen noch mit 69 Jahren zu nützen verstand. Nachdem er die Dampferfahrt bis Villeneuve und die Bahnfahrt bis Brig beschrieben hat, fährt er fort:

"Von Brig an fuhr ich mit der Post. Das Tal ist bis hierher sehr fruchtbar, erst weiter oben, in der Gegend von Münster, fängt es an, öde zu werden. An manchen Stellen ist es wild und eng, und die Rhône tobt und schäumt mit ihrem grünen Wasser über die Felsblöcke. Wenn man sie einmal nicht sieht, weil sie von Bäumen oder Felsen verdeckt ist, hört man sie doch brausen und rauschen. Die Strasse kürzt oft Flusschleifen ab, und führt dann über Hügel oder zwischen Felsen und an Bergwänden entlang.

In Fiesch wechselten wir zum ersten Mal die Pferde und hielten etwa 20 Minuten. Dann ging es in ziemlich gleichmässiger Steigung weiter. Die Pferde liefen in wackerem Schritt und wurden nur auf ebenen oder abfallenden Strecken zu rascherem Gang angetrieben. Es waren durchweg kräftige, in gutem Futter stehende Tiere, und es gefiel mit wohl, dass sie vom Postillion nicht geplagt oder geschlagen wurden. In Brig hatten so viele Reisende gewartet, dass dem Postwagen, der zehn Personen fasste, noch zwei Beichaisen zugegeben werden mussten, in denen je sechs Personen Platz fanden. Der zweite Pferdewechsel fand in Münster statt, der dritte beim Hotel Rhône-Gletsch. Von da ist es eine harte Tour bis hinauf zum Furka-Pass. Die Strasse zieht sich im Zickzack mit ziemlich starker Steigung in mindestens zwölf Kehren an den kahlen Bergwänden hinauf, so dass man immer wieder rechts oder links tiefe Abstürze neben sich hat. Die Strasse ist so schmal, dass sich zwei Wagen kaum ausweichen können. Es ist Vorschrift, dass der Wagen auf der Innenseite still hält, während der auf der Aussenseite im Schritt am Strassenrand entlang fährt.

Von Rhône-Gletsch bis zum Furkapass sind es in der Luftlinie kaum 1500 Meter, wir brauchten aber auf der Strasse volle zwei Stunden Zeit. Beim Furkapass-Hotel wurde der letzte Wechsel der Pferde vorgenommen; dann geht es, sobald die Wasserscheide zwischen Rhône und Reuss überschritten ist, ziemlich rasch weiter bis zur Endstation Göschenen. Ich stieg mit verschiedenen anderen Touristen schon in Andermatt aus, um am folgenden Morgen den Weg nach Göschenen zu Fuss zurückzulegen.

Bevor ich den weiteren Weg beschreibe, will ich einiges nachholen, was ich im Rhônetal beobachtet habe. Zwei angenehme Dinge will ich zuerst erledigen, nämlich, dass wir das Vergnügen hatten von morgens 6 1/2 bis abends 8 Uhr, beinahe 14 Stunden, im Postwagen wie die Heringe zu sitzen, mit eingezogenen Beinen neben schweisstriefenden Herren und Damen, und dass das Vergnügen 20 Francs kostete. Das Geld hatten wir eher los als die steifen Beine. Von Brig aus sass ich mit einem jüngeren Geistlichen in der zweiten Beichaise. Ich hoffte, einen Gesellschafter zu haben, mit dem ich mich unterhalten, und von dem ich Auskunft über die Gegend erhalten könnte. Ich sollte mich aber schwer täuschen. Nachdem wir einander einige Minuten schweigend gegenüber gesessen waren, dachte ich, wenn der nicht anfängt, musst du den Mund auftun. Da kam ich aber schön an; er gab mir zur Antwort: Je ne parle pas l'Allmande. Ich glaubte ihm nicht, aber so bekamen wir wenigstens keinen Streit, und das hatte auch sein Gutes. Gleich darauf nahm er sein Brevier zur Hand und lispelte seine Gebete vor sich hin. Die Schönheiten der grossartigen Natur achtete er nicht. Es ging ihm wie dem Bauern und seinem Vieh, die auch nichts sehen, und blind an Gottes Schöpfung vorüber gehen. Ich hatte nun Zeit, ungestört die Umgebung rechts und links, die nahen Äcker und Wiesen und die fernen schneebedeckten Berge zu betrachten und die wild brausende Rhône zu bewundern. Manche einzelne Hütte, manches kleine Dörflein mit schwarzbraunen Blockhäusern und weiss getünchtem Kirchlein zog vorüber. Bis in die Gegend von Münster sieht man noch Obstbäume, dann verschwinden sie, und auch der Wald wird spärlicher. Noch eine gute Strecke unterhalb Rhône-Gletsch hört der Wald fast ganz auf, und man sieht nur noch Rasenflächen.

In dem Hotel wurde eine Stunde halt gemacht. Ich benützte die Zeit mit anderen Fahrgästen, um an den Fuss des Rhône-Gletschers zu gehen. Die Umgebung bildet eine Art Kessel, von hohen und steilen Felsen umgeben. Der Weg zum Gletscher ist ganz eben, das Tal ist mit Geröll und grossen Steinen bedeckt. Die Rhône kommt wie ein mittlerer Bach unmittelbar aus dem Gletscher heraus und ist bis zum Hotel gerade gelegt und mit Dämmen eingefasst. Man sieht eine Menge schöner Alpennelken, die jedem Garten zur Zierde gereichen würden. Der Fluss tritt aus dem Eisgewölbe hervor, das wohl zwölf Meter hoch und breit ist. Wenn der Gewölberand von der Sonne beschienen ist, erscheinen Regenbogenfarben; besonders das Blau und Grün tritt deutlich hervor. Welch eigentümliches Gebilde ist doch solch ein Gletscher. Dieses ungeheure Eismasse mit ihren tiefen Rissen und Spalten! Auf der Oberfläche sieht man neben den Schluchten auch steile, unzugängliche Eisspitzen. Ich wundere mich nicht, dass diese Gletscher nur mit Lebensgefahr zu begehen sind, und begnüge mich damit, einen aus nächster Nähe gesehen zu haben. Vom Hotel Bellevue aus, etwa auf der Mitte des Wegs, betrat ich den Gletscher auch auf dem Rücken. Hier ist eine Höhlung, in die man bequem und ohne Gefahr hinein gehen kann. Ein ängstliches Gefühl beschleicht einen aber doch dabei. Welche Grossartigkeit der Natur, welche Kräfte und Zeiten, die das alles geschaffen haben! Mir war der erste Anblick dieses Naturwunders ein herrlicher Genuss.

Es fiel mir auf, dass man im oberen Rhônetal nicht nur keinen Ackerbau mehr antrifft, sondern auch wenig oder gar keine Industrie. Selbst an Vieh und Holz scheint kein Überfluss zu sein. Von was leben denn diese Leute? Woher nehmen sie ihre Bedürfnisse? Doch nicht bloss von den Touristen? Die kleinen, aus Tannenholzbalken roh zusammengefügten Blockhäuser mit ihren kleinen Fenstern weisen auf die Armut der Gegend hin. Das ganze Tal ist anscheinend katholisch. In der Nähe von Münster begegneten wir wenigstens einer Menge von Wallfahrern, Männern, Frauen und Kindern mit vier Geistlichen, zwei hinter und zwei vor der Herde. Sie waren wie die Elsässer Geistlichen gekleidet. Einer davon war ein älterer, sehr dicker Herr, dem die Sache sichtlich viel Beschwerde machte.

Eine halbe Stunde, ehe wir nach Andermatt kamen, passierten wir das Dorf Hospental, wo sich die Furkastrasse mit der vom St. Gotthard vereinigt. Andermatt ist ein freundlicher Ort mit zahlreichen Hotels und Pensionen. Der Fremdenverkehr muss hier im Sommer sehr lebhaft sein. Ich war müde und begab mich frühzeitig ins Bett, um am Morgen frisch zu sein, und mich bald auf den Weg machen zu können. Es ist bis Göschenen etwa eine Stunde, ein Weg, wie man ihn sich grossartiger und interessanter kaum denken kann. Diese gewaltig empostrebenden Felsenmassen, die steilen, glatten Wände, die fürchterlichen Schluchten muss man mit Musse betrachten und anstaunen. Die Hauptschlucht, durch die die Strasse führt, wird von der berühmten Teufelsbrücke, einer mächtigen steinernen Bogenbrücke, überwölbt. Tief unten stürzt wild aufschäumend und sich in Gischt auflösende die Reuss von Fels zu Fels.

Auf der Teufelsbrücke bietet sich dem staunenden Auge ein Naturschauspiel, wie es überwältigender nicht sein könnte. Man glaubt sich von allen Seiten eingeschlossen und sieht weder Eingang noch Ausgang. Die Strasse windet sich, kaum sichtbar, an den mächtigen Felswänden hin und ist an zwei Stellen auch durch die Felsen selbst gebrochen. Damit sie Licht erhält, sind seitlich eine Öffnungen durchgeschlagen. Die Beklommenheit, die mich erst erfasste, ging in Bewunderung der erhabenen Natur und reine Freude an dem gewaltigen Schauspiel über. Ich war allein, der Morgen heiter, die Luft angenehm. Das war ein rechter Tag des Herrn, die Stimmung so feierlich, wie ich sie selten erlebt habe. In Kirchen kann ich solche Sammlung und weihevolle Stimmung nicht finden. Ich verweilte über eine halbe Stunde an dieser Stelle und prägte mir ihr Bild in allen Einzelheiten ein.

Oberhalb der Teufelsbrücke befindet sich eine Befestigung, ganz in den Felsen gehauen, eine leichte Holzbrücke führt hinüber. Hier wäre es keiner Armee möglich, ohne die grössten Verluste durchzukommen, wenn ein paar gut bediente Kanonen ihr Feuer spielen liessen. Einem Wachtposten muss es aufgefallen sein, dass ich mich so lange hier aufhielt und, wie er wohl meinte, zeichnete. Er ging eine Strecke herunter, kehrte aber wieder um und zog sich in seine Höhle zurück, weil er mich offenbar für ungefährlich hielt.

Endlich lenkte ich meine Schritte Göschenen zu. Kurz oberhalb des Ortes öffnet sich die Felsenschlucht, und man sieht von der Höhe der Strasse das finstere Loch, aus dem der durchbohrte St. Gotthard die Züge ausspeit. Der Ort ist recht freundlich, die Gegend wieder etwas fruchtbarer, auch scheint sich neben den gewöhnlichen Geschäften etwas Industrie zu finden. Am Bahnhof traf ich zwei junge Touristen, einen Studenten der Medizin aus Strassburg, dem ich Reichsmark gegen Schweizer Geld umwechselte, und einen Lehrer an der Gewerbeschule zu Elberfeld, der wie ich talabwärts fahren wollte. Wir blieben beisammen und bestiegen in Fluelen den gleichen Dampfer. Er hatte die Absicht in Vitznau auszusteigen und auf den Rigi zu fahren; ich war auch dazu bereit, falls das Wetter gut bliebe. Es wurde aber immer trüber, und als wir in Vitznau anlangten, regnete es. Die Berge steckten in Wolken, vom Rigi und Pilatus war nichts zu sehen. Wir mussten unsere Absicht aufgeben und taten gut daran, denn es schüttete danach noch heftiger und das Geld wäre verloren gewesen, wenn wir es dennoch gewagt hätten, die Fahrt zu machen."

In den August 1896 fiel ein längerer Aufenthalt in Bernau. Der Vater hatte bei seinem Besuch 1894 den alten Schülern und Freunden versprechen müssen wiederzukommen und verbrachte nun zwei Wochen in dem ihm so lieb gewordenen Schwarzwalddorf. Es war ein letztes Abschied nehmen von der Stätte unvergesslicher Erinnerung.

Im November kam dann die Pensionierung, im April 97 der Umzug nach Bühl. Der Vater hatte das Glück, die gleichen Räume beziehen zu können, in denen die Eltern, ehe sie das eigenen Heim erwarben, vier Jahre gewohnt hatten. Das Haus war im Besitz der Familie Stemmle geblieben, nur dass jetzt die Tochter Lina als Frau Häussner darin schaltete. Heute wohnen Enkel und Urenkel darin.

Die Befreiung von der Last der Schule hatte dem Siebzigjährigen neue Lebenskraft und ein lange nicht empfundenes Behagen geschenkt. Sein grösster Wunsch war jetzt, im Sommer nach Berlin zu fahren und meinen Bruder Albert zu besuchen, der dort seit einigen Jahren in Stellung war. Von da wollte er nach Hamburg, um sich auch diese Grosstadt anzusehen. Er zog sich aber durch ein kaltes Glas Bier im Sommer eine schwere Erkrankung zu, die die Reise unmöglich machte. Als sich mein Bruder im folgenden Jahr verheiratete und in Frankfurt am Main ein eigenes Geschäft anfing, fiel der Hauptanlass für die Berliner Reise weg. Ein längerer Aufenthalt im Schwarzwald 1899 und ein Besuch bei Karl Gross, der damals Pfarrer in einem Dorf am Bodensee war, das waren die letzten Reisen des geistig immer noch frischen, aber durch mancherlei Krankheit und Sorge mehr und mehr erschöpften Mannes.

Von meinen Heidelberger Erfolgen, der Promotion und Anstellung, hatte der Vater mit Stolz und Freude Kenntnis genommen. Noch viel grösser war seine Freude, als wir ihm unsere Verlobung mitteilten und er im August 1899 an der Hochzeitsfeier teilnehmen konnte.

So herzlich die Teilnahme an unserem Glück war, so schwer lastete auf ihm und uns allen das traurige Geschick Alberts. Kaum zwei Jahre verheiratet, verlor er seine Frau. Das viel zu teuer erworbene Geschäft verschlang nicht nur das elterliche Erbe, sondern erforderte dauernd Zuschüsse von unserer Seite. Es war eine gnädige Fügung, dass der Vater die ganze Katastrophe nicht mehr erlebte. Schon längere Zeit durch ein inneres Leiden entkräftet, ging er nach kurzem Krankenlager am 6. August 1901, zwei Monate vor seinem 75. Geburtstag zur ewigen Ruhe ein.


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© Julius Ruska 1937