Nachdem
man in Preussen mit der Erteilung wertvoller
Berechtigungen an die Oberrealschulen vorangegangen war,
verlangten die grossen Städte in Baden, die die
Hauptlasten der Realanstalten zu tragen hatten, ebenfalls
die Einführung dieser Schulgattung. Man erwartete,
dass die neuen Schulen annähernd die gleichen Rechte
erhalten würden. Aber die badische Staatsweisheit
sträubte sich dagegen, dem modernen Geist
Zugeständnisse zu machen. Während man keine
Bedenken trug, das Studium der Mathematik und der
Naturwissenschaften und das der neuen Sprachen für
künftige Gymnasiallehrer freizugeben, versagte die
Regierung den Abiturienten das Recht, als Architekten,
Ingenieure oder Forstkandidaten eine Staatsprüfung
abzulegen. Die Einschätzung der Berufe war damit
eindeutig festgelegt. Nur einem in Latein und Griechisch
geschulten jungen Mann durfte man den Bau von
Häusern und Maschinen anvertrauen, nur ein
Gymnasiast konnte die Bäume in den Himmel wachsen
lassen. Zu Schulmeistern waren auch lateinlose
Oberrealschüler gut genug.
Die
Freunde der neuen Schule liessen sich durch die
Sprödigkeit der Regierung nicht abschrecken. Der
absurde Zustand, dass preussische
Oberrealschulabiturienten im Badener Ländle
weitergehende Rechte genossen als die eigenen
Landeskinder, konnte nicht ewig dauern. Man umging
zunächst die Schwierigkeiten durch Einführung
von Lateinkursen, deren erfolgreicher Besuch die
Berechtigungen des Realgymnasiums verschaffte. Wer die
Vokabeln des Ostermann bis Untertertia beherrschte und
ein paar Bücher Cäsar oder Livius und einige
Seiten aus Virgil und Ovid gelesen hatte, erhielt das
Ergänzungsdiplom. Nun stand dem fröhlichen
Studium des Maschinenbaufachs und der Forstwissenschaft
nichts mehr im Wege. Welche Zauberkräfte lagen doch
nach zweitausend Jahren noch in Cäsars
Kriegsberichten verborgen!
Der
Direktor hatte schon im Jahre 1894 die Angliederung einer
Unterprima beim Stadtrat durchgesetzt. Wenn auch die
Oberprima dazu kam, musste eine neue Stelle der
Mathematik geschaffen werden, ich konnte also für
1896/97 eine Ernennung zum Professor erwarten. Die
Entscheidung kam schneller, als vorauszusehen war. Der
älteste Lehrer der Schule, Prof. Gern, erlag am Ende
des Jahres 1895 einer Lungenentzündung. Als
Philologe hätte er einen Mann vom gleichen Fach als
Nachfolger haben müssen. Da die Vermehrung der
mathematischen Lehrkräfte aber dringlicher war,
wollte Salzer mich als Nachfolger vorschlagen.
Gegen
die Umwandlung der Stelle war nichts einzuwenden, aber
gegen den Kandidaten erhob sich Widerspruch. Es standen
Männer auf, die zu wissen behaupteten, dass ich
für das Amt ungeeignet sei, da ich mich doch nur
habilitieren wolle. Umsonst erklärte der Direktor
vor dem Stadtrat, er kenne mich nun lange genug, um in
jeder Hinsicht für mich bürgen zu können.
Umsonst wies er die Stadtväter darauf hin, dass kurz
vorher an einer anderen Heidelberger Anstalt ein Kandidat
eben darum, weil er Privatdozent war, eine Stelle
erhalten habe. Aber was hat die Logik mit Personalfragen
zu tun? Man brauchte einen Vorwand, um einen
auswärtigen Bewerber an die Stelle zu bringen. Um
wenigstens den Schein zu wahren, entschied der
Oberbürgermeister, dass ich in die Stelle nur
einrücken könne, wenn ich auf alle weiteren
Lorbeeren verzichtete.
Es
war ein erbärmlicher Handel. Ich war empört,
als ich von dem Ausgang der Sitzen Bescheid erhielt. Was
gingen einen löblichen Stadtrat Möglichkeiten
an, die von mir selbst noch gar nicht erwogen waren?
Warum sollten Privatdozenten nur am Gymnasium und an der
Töchterschule tragbar sein? Wenn ich mich der
oberbürgermeisterlichen Entscheidung nicht
fügte, war ich die längste Zeit in Heidelberg
gewesen; wenn ich mir die Bedingungen gefallen liess,
blieb ich wenigstens in der Stadt. Fünfzehn Jahre
später, als ich ein freier Mann war und im
Karlsruher Ministerium von den Vorgängen bei meiner
Wahl erzählte, hiess es, ich hätte mir das
nicht gefallen zu lassen brauchen. Jawohl, aber was
hätte ein armseliger Lehramtspraktikant in der
kritischen Stunde gegen einen Oberbürgermeister
ausgerichtet? Er wäre wegen Unbotmässigkeit
nach dem äussersten Winkel des Landes verbannt
worden.
Meine
Ernennung konnte nach einer zweiten Beiratssitzung als
gesichert gelten. Altem Brauch gemäss hätte ich
nur am 27. Januar die Kaiserrede halten müssen. Aber
ich war kein Freund von solchen Reden und bot dem
Direktor an, zum Ersatz eine Beilage für das
Schulprogramm zu schreiben. Der Vorschlag wurde
angenommen und ich beschloss, das Steinkapitel aus
Kazwinis Kosmographie zu übersetzen. So vollzog sich
mein Abschied vom Orient. Es war mir eine besondere
Genugtuung, dass die Stadtkasse die ziemlich hohen
Druckkosten bezahlen musste und auf diese Weise
Gelegenheit zur Förderung der orientalischen Studien
bekam.
Der
Direktor sorgte dafür, dass ich keine Langeweile
bekam. Es war selbstverständlich, dass ich die
Obersekunda, die ich 1896 in Mathematik unterrichtete
auch nach Prima weiterführen sollte. Das erforderte
gründliche Vorbereitung, nicht nur, weil ich diesen
Unterricht zum ersten Mal erteilte, sondern weil ganz
neue Gebiete, die ich selbst erst als Student kennen
gelernt hatte, jetzt in der Prima schulgerecht zu
behandeln waren.
Auch
in der Naturkunde stellte der Lehrplan neue Aufgaben. Vor
allem aber sollte ich in Oberprima Mineralogie und
Geologie übernehmen. Diese Fächer waren zum
ersten Mal als selbständige Lehrgegenstände an
einer deutschen Schule anerkannt und eingeführt. Die
Geologie sollte den von der Schule abgehenden jungen
Leuten ein Gesamtbild von der Geschichte der Erde und der
organischen Schöpfung geben, wie es der Wissenschaft
unserer Zeit entsprach. Für diesen Unterricht konnte
man keine Leute brauchen, von denen anzunehmen war, dass
sie den Sinn der Aufgabe in sein Gegenteil verkehren
würden. Salzer wusste, dass er sich auf mich
verlassen konnte, und ich war glücklich, ein neues
Arbeitsfeld vor mir zu haben, das mich wohl zeitlebens
nicht mehr loslassen würde. Um mich in die neuen
biologischen Aufgaben schneller einzuarbeiten, wurden mir
zweihundert Mark zur Teilnahme an einem Ferienkurs in
Jena zur Verfügung gestellt. Für mineralogische
und geologische Studien standen mir die Vorlesungen,
Übungen und Exkursionen offen, die an der
Universität abgehalten wurden.
Am
22. Juni 96 sollten die ersten beiden Abiturienten mit
der schriftlichen Reifeprüfung beginnen. Niemand
ahnte, dass Direktor Salzer die Krönung seines
Lebenswerks nicht mehr erleben würde. Ein Herzschlag
setzte am 18. Juni, ohne dass die geringste Krankheit
vorangegangen war, seinem arbeitsreichen Leben ein Ende.
Die Bestürzung und Trauer war allgemein. Mir war es,
als hätte ich einen zweiten Vater
verloren.
Die
Frage, wer Salzers Nachfolger werden sollte, war noch
nicht entschieden, als ich die Reise nach Jena antrat.
Ferienkurse waren damals noch eine ganz neue Sache. Ihre
Einrichtung ging in erster Linie von den Botanikern
Detmer und Stahl aus, doch konnte man in Jena auch in
anderen Fächern praktisch arbeiten lernen. Mir lag
besonders daran, nach Erledigung der Kurse
Thüringen, Frankenwald und Fichtelgebirge geologisch
kennenzulernen. Ich richtete mich also auf längere
Wanderungen mit Hammer und Rucksack ein, zu denen ich
mich durch das Studium geologischer Karten und
Erläuterungen vorbereitete.
Schon
bei der Hinfahrt schaltete ich einen Wandertag ein, der
mich von Oberhof über den Berberg nach Ilmenau
führte. In Ilversgehofen, südlich von Erfurt,
besichtigte ich das Salzbergwerk, in Erfurt hielt ich
mich einen Tag auf, um mir die Stadt und eine grosse
Gärtnerei anzusehen. Jenas herrliche Umgebung bot
neben botanischen Ausflügen auch Gelegenheit zu
geologischen Beobachtungen, nur musste ich diese ohne
kundigen Begleiter unternehmen. An ernsthaftere
geologische Studien für die Schule dachte noch
niemand; was hätten Chemiker in ihrem Unterricht
damit anfangen sollen.
Nach
Schluss der Kurse fuhr ich über Rudolstadt das
Schwarzatal aufwärts und sah mir die Umgebung von
Schwarzburg an. Im Frankenwald war Lehesten mit seinen
gewaltigen Schieferbrüchen das wichtigste Ziel.
Daran schloss sich eine längere Wanderung durch den
westlichen Teil des Fichtelgebirges, von der mir die Orte
Stambach, Schamlesberg, Gefrees, die herrliche Umgebung
von Wunsiedel, schliesslich das Tal von Berneck in guter
Erinnerung geblieben sind. Von Bad Berneck schickte ich
meine Handstücke nach Hause, um ungestört
unbeschwert von Wissenschaft in Nürnberg noch ein
paar schöne Tage zu verleben, und schliesslich
stattete ich den Solnhofer Schiefern noch einen Besuch
ab. In der naiven Meinung, man könne dort die
schönen Weissjurafossilien zu Hunderten von den
Halden sammeln, stieg ich überall in den Steinhaufen
herum. Schliesslich war ich froh, von den Arbeitern, die
auf solche Sonntagsjäger lauern, ein paar
guterhaltene Fische und Krebse um gutes Geld kaufen zu
können.
Das
war der Auftakt für die Arbeit der nun folgenden
Jahre. Ich legte mir den Lehrstoff so zurecht, dass ich
bis Weihnachten mit der Kristallographie und allgemeiner
Mineralogie, bis Ostern mit der speziellen Mineralogie
fertig werden konnte, so dass der Sommer für die
Geologie freiblieb. Unabhängig vom zufälligen
Stand des Unterrichts wollte ich schon vom Spätjahr
an geologische Exkursionen veranstalten, um Anschauungen
und Begriffe zu erarbeiten, die dem planmässigen
Geologiekurs zu gut kommen sollten. Ein Lehrbuch war
vorerst nicht in Aussicht genommen, und das war gut so.
Kein Unterricht pflegt lebendiger und anregender zu sein,
als der, bei dem man sich selbst erst alles zurechtlegen
muss. So wurde ich zum dritten Mal Student, nur dass
jetzt nicht mehr Bücher und Vorlesungen, sondern
Mikroskop und Goniometer, Karten und Exkursionen die
Hauptsache waren.
Auf
dem Sofa konnte man wirklich kein Geologe werden, auch
wenn man die dicksten Lehrbücher durchlas. Das
genügte vielleicht für ein Staatsexamen, aber
bestimmt nicht für den Schulunterricht. Ich nahm
also an den Führungen teil, die Adolf Sauer mit
Studenten unternahm, und fing an, geologisch sehen zu
lernen. Sauer war damals der leitende Geologe der
Landesanstalt. Er führte uns erst nur in eine
Kiesgrube draussen vor der Stadt. Ich kannte sie doch vom
Botanisieren her - und doch hatte ich so gut wie nichts
gesehen. Jetzt lernten wir Neckarkiese und Rheinkiese
unterscheiden, jetzt sahen wir den Neckarschuttkegel im
Kampf mit wandernden Rheinarmen sich ausbreiten, jetzt
wurde mit einem Mal alles lebendig, was vorher nur eine
gleichgültige Masse von Schutt gewesen war, aus der
die Fuhrleute ihren Bausand holten.
Und
wie hier, so gingen uns überall, wohin uns Sauer
führte, die Augen auf. Ich will nichts von den
Exkursionen in den Odenwald, auf den Katzenbuckel, in das
Wieslocher Tertiär sagen - aber da fuhren wir einmal
nach Rotenfels, um von dort über die Berge nach
Baden-Baden zu wandern und den Thermen einen Besuch
abzustatten. Hier kannte ich jeden Fussweg, jeden Gipfel
und jedes Tälchen, und doch war es wie eine
Offenbarung, als ich nun die vertraute Heimat in einem
Prozess von Jahrmillionen Gestalt gewinnen sah. Dann war
jene herrliche Pfingstfahrt in den Kaiserstuhl, die ein
paar Tage dauerte, vorüber - was ist uns hier nicht
alles lebendig geworden.
Mächtiger
als je drängte sich jetzt der Wunsch hervor, ein
Stück der Alpenwelt kennenzulernen. Das Hochgebirge
war mir nun nicht nur von der Botanik, sondern auch von
der Geologie her heiss begehrtes Reiseziel. Aber
hätte es Sinn gehabt, in einem so grossen, mir
fremden Gebiet ins Blaue hinein Wanderungen zu
unternehmen? Auch her wusste Freund Schmidle wieder Rat.
Er war mit vielen Teilen der Alpen vertraut und wollte
gerade jetzt in Tirol Studien über die Alpen der
hochgelegenen Bergmoore machen. Er schlug mir vor, ihn in
die Stubaier Alpen und Gurgl zu begleiten. Dort
könne ich botanisieren und Steine klopfen, einige
leichtere Gletschertouren mit ihm machen, und
schliesslich über das Ramoljoch und Vent das
Ötztal hinabwandern. Am 7. August sollte ich mich in
Innsbruck einfinden; was an Ausrüstung nötig
war, konnte dort noch beschafft werden.
Um
auch die erste Augustwoche noch auszunützen,
beschloss ich, ins Kinzigtal zu fahren und von Wolfach
aus Exkursionen in das Gneisgebiet des mittleren
Schwarzwaldes zu unternehmen. Da flog mir, ausgerechnet
zum 7. August, eine Einladung zur Hochzeit von Prof. Max
Wolf mit Gisela Merx ins Haus. Sollte ich um dieser
Einladung willen alle meine Reispläne über den
Haufen werfen? Was hatte ich noch mit den
Universitätskreisen zu schaffen? Ich entschuldigte
mich mit unabänderlichen Abmachungen, sandte einen
Blumenkorb und machte die üblichen Besuche, als das
junge Paar sich auf der Sternwarte eingerichtet hatte,
und die alten Herrschaften von der Herbstreise
zurück waren.
Zwei
Jahre darauf unternahm ich wieder eine Alpenfahrt. Auch
jetzt war kurz vorher im Hause Merx eine Hochzeit
gefeiert worden; aber diesmal war Elisabeth Merx die
Braut, und ich der Bräutigam.
Ich
kehrte zu den Anfängen meiner geologischen
Bemühungen zurück. Den Exkursionen mussten
mineralogische und petrographische Studien ergänzend
zur Seite treten. Das Praktikum bei Rosenbusch brachte
mich mit einem Kreis von fröhlichen jungen Leuten in
Verkehr, die zu meistens Geologen werden wollten. Die
Begeisterung für die Beobachtungen am
Polarisationsmikroskop, der brennende Wunsch, von diesen
wunderbaren optischen Erscheinungen meinen Oberprimanern
wenigstens eine Ahnung zu vermitteln, liess mich nicht
ruhen, bis mir die Anschaffung eines solchen Instrument
bewilligt wurde. Da der Ankauf eines neuen Mikroskops
für den biologischen Unterricht ohnehin nicht
länger verweigert werden konnte, fiel der
Preisunterschied nicht so sehr ins Gewicht. Es wurden
Mark 600,-- bewilligt und Rosenbusch setzte sich
persönlich dafür ein, dass die Firma Leitz ein
tadelloses Instrument lieferte. Im Winter 1898/99 konnte
ich es zum ersten Mal bei einem systematischen Lehrgang
benützen, nachdem wir im Jahr vorher für
Biologie und Geologie besondere Räume eingerichtet
worden waren. Ich traf mit dem Physiker die Verabredung,
dass er die Primaner in der Optik bis zu den
grundlegenden Begriffen und Versuchen über
Interferenz und Polarisation, während mir der
weitere Ausbau, also die Anwendung auf Kristalloptik und
Petrographie überlassen blieb. So lange die Zahl der
Oberprimaner über zehn nicht hinausging, war es
mögliche, jeden Einzelnen am Mikroskop zu
unterweisen und zu kontrollieren; als die Prima sich
stärker zu füllen begann, musste ich auf manche
alte Übung verzichten lernen.
Vielleicht
bin ich in meinem Eifer zu weit gegangen. Aber es ist
noch immer so gewesen, dass Lehrer ihre Schüler auf
Gebieten, die sie selbst leidenschaftlich lieben,
über die durch Lehrpläne gezogenen Grenzen
hinausgeführt haben. Ein Historiker, ein klassischer
Philolog, ein Mathematiker, der aus dem Vollen
schöpft, wird auch seine Schüler zu anderen
Leistungen führen, als ein Taglöhner, der am
Lehrbuch klebt.
Was
mir an mineralogischen Kenntnissen noch abging, versuchte
ich unter V. Goldschmidts Leitung nachzuholen. Jeder
Fachmann weiss, was seine Kristallographischen Mess- und
Zeichenmethoden in jenen Jahren für die Ausbildung
der Mineralogen bedeuteten. Wer kannte nicht das kleine,
enge Laboratorium neben dem Physiologischen Institut in
der Akademiestrasse, wer kannte nicht den Meister Stoe,
der die Instrumente baute, und die alte Babette, die
pedantisch für Ordnung sorgte? Weh dem, der das
Bleistift nicht nadelspitz und senkrecht am Lineal
entlangführte, oder bei den Lötrohrübungen
die kleinste Kleinigkeit übersah! Hier gab es keine
Kleinigkeiten, hier gab es nur Erziehung zu
äusserster Genauigkeit. Wie viele junge Mineralogen
aus aller Herren Länder sind durch diese Schule
gegangen, und wie viele haben die Gastfreundschaft und
geistige Höhe des Goldschmidtschen Hauses und
Verkehrs geniessen dürfen!
Auch
des alten Daniel Blatz, der das Lommel'sche
Mineralien-Kontor am Kurzen Buckel weiterführte,
muss ich noch gedenken. Ich konnte für meine
Bemühungen, unsere Sammlung auf einen höheren
Stand zu bringen, keinen besseren Freund und Berater
haben. Wie viele Nachmittage bin ich im Lauf der Jahre
bei ihm am Fenster gesessen, um mir aus den
bereitgestellten Schubladen die schönsten Stufen und
Kristalle auszusuchen! Es war unermüdlich und freute
sich über jeden Besuch, auch wenn er ihm nicht viel
Gewinn brachte. Als sich im Laufe der Jahre die neuen
Schränke mit wohlgeordneten Sammlungen füllten,
glaubte ich, dass ich nicht umsonst gearbeitet
hätte, und niemand mir meinen Platz streitig machen
werde. Inzwischen waren auch andere Entscheidungen
gefallen, und ich war überzeugt, dass die Kurve
meines Lebens ohne Unstetigkeiten ihren Lauf zu Ende
gehen werde.