Julius Ruska


Briefe aus Berlin



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21.10.1887 - Seite 6

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Julius an die Eltern



dieser Art überhaupt. Es enthält - soweit es bis
jetzt zugänglich ist - die Funde Schliemanns bei
seinen Ausgrabungen in Troja; die in Preußen
gemachten Funde aus der Stein- und Bronzezeit;
ferner Kunst- und Gebrauchsgegenstände, Waffen
u. Schmuck, religiöse und sonstige Gegenstände
von allen Völkern Afrikas, Australiens samt
Inseln, Amerikas, Asiens v. Kamtschatka
bis Borneo, deren man habhaft werden
konnte - also die eigentlich ethnologische Samm-
lung. Sie birgt die Sammlungen von Nachtigal,
Schweinfurth, Junker, Wißmann u. vielen an-
deren; die von eigens dazu ausgesandten
Kriegsschiffen aus Polynesien mitgebrachten
Gegenstände usw. Noch nicht zugänglich sind
die Sammlungen aus Indien, China u. Japan;
doch lassen einige Schränke voll jetzt schon aus-
gestellter Kunstgegenstände ahnen, zu welch
kaum glaublicher Vollendung u. Ausbildung
diese Völker ihre Kunstfertigkeit gebracht haben;
es sind Dinge ausgestellt, die man bei uns nicht
nachmachen würde. - Für den Laien ist all dies
zusammengehäufte Material zum großen Teil
unverständlich - daß Waffen Waffen sind, aller-
dings das sieht er; allein die meisten Gegen-
stände wollen nicht nur angegafft, sondern ver-
standen sein. Viel Wert ist in dieser Hinsicht der